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Länderheft
Düsseldorf Bergisches Land Köln - Bonn - Aachen
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Bauen, Mieten, Investieren Standort im Fadenkreuz Es ist mit Sicherheit kein besonders schöner Begriff, und die Verantwortlichen hören ihn auch nicht wirklich gerne. Allerdings ist er eingeführt und auch in wissenschaftlichen Publikationen durchaus gebräuchlich. Darum hier zur schnellen Klärung: Der Kreis Mettmann liegt im Speckgürtel der Landeshauptstadt Düsseldorf.
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Das Lexikon erklärt den sogenannten Speckgürtel als umgangssprachliche Bezeichnung für einen stark suburbanisierten Bereich um eine Kernstadt. Für die betroffenen Städte im Kreis Mettmann ist ihre Lage Fluch und Segen zugleich. Zum einen haben sie als Wohn- und Gewerbestandorte in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark von Menschen und Unternehmen profitiert, die dem Oberzentrum Düsseldorf den Rücken kehren oder sich im näheren Umfeld neu ansiedeln wollten. Zum anderen war und ist es für die Kommunen rund um Düsseldorf äußerst schwierig, sich ein eigenständiges Profil aufzubauen.
Städte mit Charakter
Doch die Zeiten ändern sich. Nach und nach beginnen die Städte des Kreises Mettmann damit, ihre Zukunft ohne den zentrierten Blick auf mögliche abwanderungswillige Firmen oder einkommensstarke Familien aus der Landeshauptstadt zu gestalten. Daß es geht, beweisen inzwischen etliche gute Beispiele. So kommen neuangesiedelte Firmen in Langenfeld mittlerweile aus ganz NRW. Vor allem die stärkere Orientierung in Richtung Köln hat sich für die Posthornstadt positiv ausgewirkt und ihr bei den sozialversicherten Beschäftigungsverhältnissen einen Einpendlerüberschuß von 1.400 beschert.
Potential durch Konzentration
Velbert und Heiligenhaus haben einen anderen Weg gewählt. Unter der Führung der Wirtschaftsförderung Velbert starteten die niederbergischen Städte eine äußerst vielversprechende Initiative. In den Mittelpunkt haben die beiden Produktionsstandorte dabei ihre traditionsreichen Wurzeln gestellt. Mit der Entwicklung eines Kompetenzfeldes Schließ- und Sicherheitstechnik wollen die Niederberger die ansäßigen Unternehmen der Branche stärken und mögliche Lücken in der Wertschöpfungskette mit Neuansiedlungen füllen. Erste Kooperationsprojekte laufen ausgezeichnet.
Im ganzen Kreis Mettmann rücken die ansäßigen Firmen stärker in den Fokus. Ob in Hilden und Haan oder in Velbert und Mettmann, überall haben die Städte bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete auch auf die Belange kleinerer Betriebe geachtet. Optimal zugeschnittene Grundstücke in Größen zwischen 500 und 1.000 Quadratmetern sind nun vorhanden, um den Klein- und Mittelbetrieben die Schaffung von Eigentum zu ermöglichen.
MEtropolregion Düsseldorf
Trotz wachsenden Selbstbewußtseins wissen die Städte im Kreis Mettmann, wie wichtig die Sogwirkung der Landeshauptstadt bleibt. Die Nähe zu Messe und Flughafen fehlt in keiner Imagebroschüre. Vom derzeitigen Bauboom in Düsseldorf profitieren die Städte im Kreis Mettmann allerdings noch nicht. So resultiert zum Beispiel das rund 26prozentige Plus, das die Gutachter im Grundstücksmarktbericht 2004 für Ratingen beim Geldumsatz ausweisen, fast ausschließlich aus dem Verkauf von Bestandsimmobilien. Während der Flächenumsatz mit bebauten Grundstücken nämlich um 50 Prozent zunahm, ging der Verkauf von freien Grundstücken um 80 Prozent zurück. Im gesamten Kreis Mettmann wurden zwischen Januar und Dezember 2004 freie und bebaute Grundstücke für 992,6 Millionen Euro verkauft. MiK |
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