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Länderheft
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Auto & Mobilität Beschleunigter Absatz Der automobile Binnenmarkt ist bundesweit geschwächt. Seit 1999 läßt sich kein Jahr mehr als wirklich gut bezeichnen. Sorgen um die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes und unsichere politische Perspektiven sorgten lange für Kaufzurückhaltung im Privatkundenbereich. Einzig die Serviceleistungen sind im kontinuierlichen Aufwärtstrend.
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Es geht voran im nordrhein-westfälischen Autogeschäft, die Privat-Nachfrage im Pkw-Markt legte gegen den bundesweiten Trend zu. „Dem schwierigen Autojahr 2005 folgt nun ein Jahr des Übergangs“, sagt Ernst-Robert Nouvertné, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes NRW. Die erfreulichen Zuwächse zum Jahresstart bis Mitte März bestätigten die Aussagen und Prognosen des Verbandes, nach denen Firmen- und Markenkonjunktur sowohl im Verkauf als auch im Service zunehmen. Insgesamt erzielten die 9.050 Meisterbetriebe im nordrhein-westfälischen Kfz-Gewerbe 2005 einen Umsatz von 27,1 Milliarden Euro mit dem Verkauf neuer und gebrauchter Pkw und Lkw sowie den Servicedienstleistungen. „Wachstumsmotor war dabei vor allem der Service, der eine Steigerung von 5,5 Prozent verzeichnete“, ergänzt Vorstandsmitglied Bruno Kemper. Die zufriedenstellende Bilanz des Kfz-Gewerbes werde durch zweistellige Verluste im Neuwagengeschäft getrübt.
Automobiler Arbeitsmarktfaktor
Offensichtlich herrschten dennoch Zuversicht und wachsender Optimismus. In der Jahresbilanz sind in der Branche 452 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Auch im Ausbildungsbereich konnte das Kfz-Gewerbe Kontinuität wahren. „Aufgrund des neuen Berufsbildes Kfz-Service-Mechaniker können wir keine unmittelbaren Vergleiche zu den Vorjahren ziehen“, erklärt Bruno Kemper, doch habe die Branche ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen erfüllt. „Derzeit werden rund 17.749 Lehrlinge ausgebildet.“ Die demografische Entwicklung werde allerdings bereits im übernächsten Jahr zu einer reduzierten Nachfrage nach Ausbildungsplätzen führen.
Mit nunmehr 79.949 Beschäftigten und 226 neuen Betrieben hat sich NRW an die Spitze der Branche katapultiert und wächst gegen den Bundestrend. Dies ist besonders beachtlich, da deutschlandweit 800 Betriebe geschlossen wurden, was 6.000 Arbeitsplätze gekostet hat. Das Minus beim Gesamtumsatz resultiere einzig aus den zweistelligen Verlusten im Geschäft mit neuen Pkw, beklagt Kemper. „Die steigenden Einzelhandelsaktivitäten der Hersteller und Importeure sowie der nach Jahren erstmals gesunkene Durchschnitts-Preis unter 25.000 Euro lassen unsere Umsätze sinken.“ Auch kritisierte er die verfälschende statistische Wirkung von Tageszulassungen: „Wir schaffen ein Bild des Marktes anhand von Zulassungen. Wirkliche Aussagekraft haben Verkäufe mit kaufmännischer Kalkulation.“
Erfreuliche Tendenzen im Gebrauchtwagenmarkt
Korrigiert man das Bild um diese Marktverzerrungen, bleibt der Anteil privater Autokäufe bei rund 40 Prozent, was für NRW einem Volumen von etwa 280.000 Einheiten entspricht. Insgesamt hat es im Jahr 2005 rund 702.000 Zulassungen gegeben. Im Gebrauchtwagengeschäft überwiegen nach Darstellung der Verbandsrepräsentanten erfreuliche Tendenzen. Zum einen habe der Handel Marktanteile gewonnen, der Gebrauchtwagenpreis sei im Markenhandel im Vergleich zu Wettbewerbern gesunken, und im Pkw-Segment der älteren Gebrauchten ab sechs Jahre gebe es auf niedrigem Niveau ermutigende Erfolge. Dabei wächst zunehmend die Bedeutung von Garantie-Angeboten für gebrauchte Pkw. Dennoch wird der Gebrauchtwagenmarkt von perspektivischen Unsicherheiten begleitet, die aus der vorsichtigeren Planung der Kunden im Gebrauchtwagenmarkt resultieren.
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