Wirtschaftsblatt
Regionen
Nachrichten
Branchen
Praxis
Köpfe
Abo zeichnen Profi-Archiv Ihr Unternehmen im Heft
Zu den Ausgaben: Das nächste Heft ...
Aktuelle Online-Ausgabe
Online-Archiv
Sie befinden sich hier: wirtschaftsblatt.de

Kolumne
Hoffnung auf Erleuchtung

Seit Wochen werden immer noch Änderungen am geplanten Gesetz zur Reform der Erbschaftssteuer in Politik und Wirtschaft diskutiert. Gemäß einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts muss diese Steuer bis zum Jahresende novelliert sein, sonst darf sie nicht mehr erhoben werden. Träte dies ein, würde uns eine Situation wie in Österreich beschert, wo die Erbschaftssteuer in diesem Jahr ausläuft.

Eine vernünftige Entscheidung unseres Nachbarlandes – ist doch erwiesen, dass der Ertrag der Steuer in keinem Verhältnis zum Verwaltungsaufwand und ihren Nachteilen steht. Angesichts unserer Neidgesellschaft und bei einer in Grundzügen sozialistisch geprägten Politik können die Deutschen auf diese Entwicklung wohl nur vergeblich hoffen. Daher bleibt nur die Hoffnung auf Erleuchtung und Schadensbegrenzung in Berlin. Die bislang vorgelegten Entwürfe spiegeln jedoch eine Einstellung vieler Politiker wider, die sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr durchgesetzt hat: die Belange von Großkonzernen werden medienwirksam vertreten, während die vielen kleinen und mittelständischen Betriebe, die das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden, vernachlässigt werden. Vor dem Hintergrund, dass diese oftmals sehr kleinen Betriebe mehr als zwei Drittel aller Arbeits­plätze in Deutschland stellen und etwa die Hälfte der Bruttowertschöpfung aller deutschen Unternehmen erarbeiten, erscheint es paradox, gerade diese im Zuge der Erbschaftssteuerreform noch weiter zu belasten. Der vorliegende Gesetzesentwurf bedarf signifikanter Änderungen, damit der Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb nicht an Attraktivität verliert. Eine reformierte Erbschaftssteuer muss den Familienunternehmen in der oft schwierigen Phase des Generationenwechsels die nötige Liquidität und Planungssicherheit lassen, um den Erfolg der vielen deutschen hidden champions, aber auch den des kleinen Handwerksbetriebes, zu garantieren.
Dr. Heinrich Weiss ist Geschäftsführer der Düsseldorfer SMS-Group und ehemaliger BDI-Präsident



Weitere Meldungen:
Wesseling rückt näher an den Rhein
...weiter
Dynamisch voran
...weiter
Wie viel Bilanzierung verträgt der Mittelstand?
...weiter
Kunst unterm Hammer
...weiter
Im Netz der Weiterentwicklung
...weiter
Dieser Leuchtturm braucht mehr Feuer
...weiter
Zum Archiv
Seite drucken





„Nutzungsversprechen gehalten“
...weiter
Herz der deutschen Wirtschaft
...weiter
Geschätzter Klartext
...weiter
„Weniger ist sicherer“
...weiter
„80 Prozent sind mit mobilen Datendiensten unversorgt“
...weiter

Home Impressum Mediadaten Abo Kontakt nach oben