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Lunch mit... Professor Dr. Andreas Pinkwart „2015 sind wir Innovationsland Nummer eins“ Der Terminkalender des stellvertretenden nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten, zugleich Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie und Landesvorsitzender der FDP, ist prall gefüllt. Wenn er zwischen zwei Plenarsitzungen Zeit für ein Mittagessen hat, geht er gerne in das heimliche Wahlparty-Lokal seiner Partei, die Trattoria Zollhof im Düsseldorfer Hafen. Für die Wirtschaftsblatt-Reihe „Lunch mit…“ traf er sich dort mit Herausgeber Michael Oelmann und Redaktionsleiterin Susanne Feldges.
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Herr Minister, vorhin noch im Landtag, heute Nachmittag zur Einweihung eines neuen Schüler-Labors – Ihr Beruf jagt Sie von einem Termin zum nächsten. Kommen Sie überhaupt noch zum Mittagessen, oder haben Sie öfter mal ein „Carepaket“ im Koffer? Prof. Dr. Andreas Pinkwart: Es ist genau so, wie sie sagen. Manchmal bin ich so durchgeplant, dass ich noch nicht einmal mehr zum Essen komme. In der Tat packen mir meine Mitarbeiter deshalb auch mal einen Snack zu den Akten. Aber ich bin dankbar, dass ich diese Aufgabe wahrnehmen darf. Sie mag anstrengend sein, aber ich lerne so viele tolle, engagierte Menschen kennen, sehe so viel Interessantes in unserem Lande und kann wirklich etwas bewegen für die Menschen hier. Das erfüllt mich jeden Tag erneut mit großer Freude.
Sie haben für unseren Lunch die Trattoria Am Zollhof in Sichtweite des Landtags gewählt. Ist die gelbe Markise Zufall? Pinkwart: (lacht) In der Tat fanden hier schon Wahlparties statt, und Liberale sieht man hier durchaus öfter wie zuletzt bei der Weihnachtsfeier der Landtagsfraktion. Ob das nun an der Markise liegt, lassen wir mal offen.
Wie stehen denn die Chancen, dass Sie zu den nächsten Landtagswahlen 2011 etwas zu feiern haben? Pinkwart: Ich gehe davon aus, dass die FDP ihre gute Aufnahme, die sie bei den Leuten findet, weiter fortsetzen kann. Wir hatten hervorragende Ergebnisse bei den letzten Landtagswahlen in Bayern. Wer hätte für möglich gehalten, dass wir auch dort nach 46 Jahren wieder Regierungsverantwortung übernehmen dürfen? Wir sehen uns dadurch in unserer Strategie bestätigt, die politische Kraft der Mitte zu sein.
Was konnten Sie in vier Jahren Regierungsverantwortung in NRW bewegen? Pinkwart: Die Arbeitslosigkeit ist deutlich zurückgegangen, und das Wachstum in Nordrhein-Westfalen hat mit dem Bundeswachstum nicht nur gleichgezogen, sondern es sogar übertroffen. Das hat vielen die Chance gegeben, wieder aufzusteigen. Im Interesse der Arbeitnehmer setzen wir uns dafür ein, dass Unternehmer hier beste Rahmenbedingungen antreffen und wir mehr in Forschung und Innovation investieren. Das erst macht die Arbeitsplätze sicher und verspricht mehr Wohlstand für alle. Ist das Land stark genug, das konjunkturelle Tief unbeschadet zu überstehen? Pinkwart: Die Wirtschaft bewegt sich immer in Zyklen. Das ist eigentlich kein neues Phänomen. Deshalb war es so wichtig, dass die Grundlinien der Politik wieder so angelegt wurden, dass wir zu nachhaltigem Wachstum finden konnten. Nordrhein-Westfalen ist ein reiches Land, durch seine Menschen und Unternehmer, durch Wissenschaftler und Forscher. Für sie haben wir die Rahmenbedingungen deutlich verbessert, Gestaltungsfreiheit und Vertrauen in die eigenen Stärken zurückgegeben. Auch in der Außenwahrnehmung gilt Nordrhein-Westfalen wieder als ein Standort, in den es sich zu investieren lohnt, an dem man Forschung und Entwicklung betreiben kann. Auf dieser Grundströmung können auch wirtschaftliche Schwankungen besser weggesteckt werden.
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