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Smart Building: das Haus von morgen Der hohe IQ meines Firmengebäudes Vier Wände, die selbst wissen, was sie wollen: Daran arbeiten nicht nur Forscher, sondern auch zahlreiche Unternehmer am Niederrhein. Durch clevere Innovation lassen sich Wärme und Kühlung, Belüftung, Strom, Licht, Schallschutz, Brandschutz, Wasser- und Abwasserversorgung, Fahrstühle, Sicherheitstüren und Kommunikationsanlagen im Gebäude nicht nur vernetzt verwalten, sondern auch optimieren bis zum intelligenten Gebäude. Und am Ende wird alles auch noch billiger – trotz steigender Energiekosten.
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State of the Art ist die Forschungsklimaanlage am TGA-Institut der Fachhochschule Köln. Stolz darauf sind der Institutsleiter und sein Stellvertreter, Professor Detlef Orth und Professor Andreas Henne (v. r.)
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Von Martina Gorlas
So könnte es in einiger Zeit aussehen: Alexander B., ehemaliger Hausmeister und neuer Facility Manager der HBS Erfunden GmbH in Nordrhein-Westfalen, wirft morgens einen prüfenden Blick auf den Bildschirm seines Laptops: Alles in Ordnung, keine Funktionsstörungen in den Versorgungssystemen. Der Energieverbrauch ist exakt auf Wunschniveau. Drei Büros brauchen nicht beheizt und erst in den kommenden Wochen gereinigt zu werden, da die Mitarbeiter im Urlaub sind. Um die Sicherheit muss sich Alexander B. kaum Gedanken machen: Automatisch benachrichtigt das Haus Polizei, Feuerwehr oder Reparaturdienst bei Zwischenfällen. Zwei Stockwerke höher im Konferenzraum: Die Akustik ist perfekt, die Raumtemperatur angenehm, und obwohl viele Personen anwesend sind, herrscht das Gefühl von frischer Luft, ohne dass es zieht. Das Licht kann automatisch gedämpft oder verstärkt werden, und nicht nur die Jalousie, auch die Heizung passt sich in Sekundenschnelle an, wenn plötzlich die Frühlingssonne durch das Fenster scheint.
Die Vision von mehr Komfort
Das so genannte intelligente Gebäude ist seit den 80er Jahren Thema für Forscher und Entwickler; viel Innovatives wurde seitdem schon geschaffen. „Idealerweise sollte es in Zukunft so sein, dass ein Gebäude sein eigenes Unternehmen wird und sein eigenes Versorgungsmanagement betreibt”, beschreibt Professor Detlef Orth, Leiter des Instituts für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) an der Fachhochschule Köln, seine Vision. Ein guter Teil davon ist tatsächlich noch Utopie, anderes wurde bereits in Gebäuden realisiert, auch unter tatkräftiger Mithilfe der Kölner Spezialisten – wie etwa der Facility-System-Server für Gebäudemanagement via Internet, den man 2004 auf der Hannovermesse vorstellte. „Smart Building” ist einer der Forschungsschwerpunkte am TGA-Institut. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Themenfeldern Energie und Komfort, denn: „Luft und Klima sind die Hauptinvestitionsfaktoren bei einem Gebäude“, so Orth. Um herauszufinden, wie man das Gebäude der Zukunft noch optimaler und wirtschaftlicher betreiben kann, machten sich die Kölner Wissenschaftler an die Entwicklung und den Bau einer Forschungsklimaanlage. Nach einem guten Jahr Planung und Errichtung konnte die Anlage im Januar 2009 feierlich eingeweiht werden – ein imposanter Koloss, gut sechzehn Meter lang, fast fünf Meter in die Höhe reichend, rechnet man die Rohrsysteme mit ein. Vor allem aber einzigartig in Nordrhein-Westfalen mit der Zusammensetzung Luftbehandlungskomponenten für die Bereiche Heizen, Kühlen, Ent- und Befeuchten, Entkeimung und Entrauchung. |
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