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NRW-Förderpaket gestartet / 32 Millionen für den NRW-Mittelstand
Durchstarten mit dem Innovations-Paket

Neue Ideen, Erfindungen und innovative Verfahren sind die Garanten für den nachhaltigen Geschäftserfolg der Unternehmen in Düsseldorf. Dabei sind die Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung (FuE) ideal, denn quasi vor der Haustür findet sich in Nordrhein-Westfalen die dichteste Wissenschafts- und Forschungslandschaft in Europa. Doch wie können auch kleine und mittlere Unternehmen von diesem Potential profitieren?

Da ist etwa der Unternehmer, der schon seit Jahren auf der Suche nach einem innovativen Verfahren ist, um zum Beispiel die Produktionsabläufe zu beschleu­nigen. Was fehlt, ist der entscheidende Geistesblitz, das Know-how eines Forschers, das ihm hilft, die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Oder da ist der Wissenschaftler, der eine vielversprechende Idee hat – was ihm fehlt, um sie zur Marktreife zu bringen, ist nur der richtige Partner aus der Wirtschaft. Brücken zu bauen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – das ist das Ziel des Förderprogramms Mittelstand.innovativ!.
Denn erst, wenn die Umsetzung von Ideen und Erfindungen in marktfähige Produkte gelingt, kann von echten Innovationen die Rede sein. Der Wissens- und Technologietransfer ist daher der entscheidende Schritt im Innovationsprozess. In Nordrhein-Westfalen sollen aus Forschungsergebnissen schneller als anderswo wirtschaftlich erfolgreiche Technologien entstehen, lautet das Ziel der Landesregierung. Dazu unterstützt das Land den Transfer gezielt und bedarfsgerecht – sowohl für Großunternehmen, die über eigene Forschungsabteilungen verfügen, als auch für kleine und mittlere Unternehmen.

Paket soll Innovationskraft stärken

Speziell für den effektiven Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Mittelstand wurde die Science to Business-Strategie entwickelt. Die nordrhein-westfälische Transferstrategie zielt auf ein verbessertes Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft ab. Neben den Großunternehmen, die über starke eigene Forschungsabteilungen verfügen, geht es dabei vor allem um die Unternehmen des Mittelstandes. Für die verschiedenen Maßnahmen, die mittelständische Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen enger vernetzen, stellt Nordrhein-Westfalen bis 2012 insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung.
Als einer der wichtigsten Bausteine dieser Strategie wurde jetzt vom Innovationsministerium das neue Förderprogramm Mittelstand.innovativ! gestartet. Sein Ziel ist die Stärkung der Innovationskraft gerade mittelständischer Unternehmen. Für das Paket werden vom Innovationsministerium bis 2012 rund 32 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die für ganz konkrete Maßnahmen von den Unternehmen abgerufen werden können. Es besteht zum einen aus dem „Innovationsgutschein“, mit dem Unternehmen das Know-how und die Infrastruktur von Hochschulen und Instituten vergünstigt in Anspruch nehmen können. Das „Innovationsdarlehen“ soll die Basis für zinsverbilligte Kredite darstellen. Und mit dem „Innovationsassistenten“ werden Unternehmen finanziell bei der Beschäftigung von wissenschaftlichem Nachwuchs unterstützt.

Zinsgünstiges Innovationsdarlehen für den Mittelstand

Das Innovationsdarlehen wird über die landeseigene NRW.Bank in Kooperation mit der KfW-Bank vergeben. Kleine und mittlere Unternehmen, die in innovative Produkte und Verfahren investieren wollen, können das Innovationsdarlehen bei allen Banken in Nordrhein-Westfalen beantragen. Dabei ist es gerade auch für kleinere Vorhaben angelegt, denn das Volumen kann von 25.000 bis zu fünf Millionen Euro betragen. Das Innovationsdarlehen verbilligt den günstigen Zinssatz der KfW-Bank um weitere 0,5 Prozent. Für das Programm stehen bis 2012 insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Wissenschaftler rein in die Unternehmen!

„Das Innovationsdarlehen ist das Herzstück unserer Mittelstandsförderung“, sagt Innovationsminister Pinkwart. Es sei für Nordrhein-Westfalen von besonderer Bedeutung, dass
der Mittelstand seine FuE-Anstrengungen erhöht. Erst im Januar hatte eine vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln veröffent­lichte Studie den Zusammenhang zwischen Investitionen in Forschung und Entwicklung und Markterfolg eines Unternehmens herausgestellt. Zu dem Förderpaket gehören auch die sogenannten Innovationsgutscheine für mittelständische Unternehmen. Mit ihnen können sich Unternehmen bei der Einführung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen von deutschen oder ausländischen Hochschulen oder Forschungseinrichtungen preiswert beraten lassen.
Ein weiterer Bestandteil des Förderpakets will helfen, mehr junge Wissenschaftler direkt in die Unternehmen zu bringen. Dazu werden mittelständische Unternehmen und insbesondere Unternehmensneugründungen, die neues Wissen und Forschungsergebnisse in ihren Betrieb holen wollen, vom Land mit bis zu 15.000 Euro jährlich bei der Einstellung von Hochschulabsolventen als so genannten Innovationsassistenten bezuschusst.


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