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Flexibilität erschließt neue Märkte
Vom Scheinwerfer zur Straßenleuchte

Die Hella KGaA will ihr Portfolio um Produkte außerhalb des Kernsegments Automotive erweitern. In Lippstadt hat das Familienunternehmen jetzt eine neu entwickelte, energiesparende LED-Straßenleuchte vorgestellt.

Nicht nur Autohersteller haben angesichts der Wirtschaftskrise mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen – belastet sind auch die Zulieferer. So wie Hella aus Lippstadt; mit knapp 25.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 3,9 Milliarden Euro weltweit eines der 50 größten Unternehmen in diesem Bereich. „Durch den Eintritt in den Markt für Straßenleuchten schlagen wir ein neues Kapitel in der langfristigen Strategie des Unternehmens auf“, erklärte der geschäftsführenden Gesellschafter, Dr. Jürgen Behrend. Hella werde zudem weitere Geschäftsfelder außerhalb des automobilen Segments erschließen.

Energiesparen auf der Straße

Als erster Kunde für das neue Produkt „Eco Street Line“ konnte Hella die Stadt Lippstadt gewinnen. NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg betonte bei der Präsentation die großen Vorteile von LED, die aus der Autobeleuchtung hinlänglich bekannt sind: Mit ihrer Hilfe lässt sich der Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Straßenlaternen um bis zu 50 Prozent senken. Außerdem ist die Hella-Leuchte wartungsarm und hat eine Lebensdauer von zwölf Jahren. Hinzu kommt: Die LEDs sollen kaum Streulicht in die Umgebung abgeben und bewahren Anwohner somit vor einer unliebsamer Zusatzbeleuchtung für das Wohnzimmer.

Lippstadt Vorreiter für andere Städte

Zudem sind LED-Leuchten dimmbar, der Stromverbrauch in den Nachtstunden sinkt. Daher rechnen sich auch die höheren Anschaffungskosten von 2.000 Euro pro Laterne. Der in Lippstadt getestete Prototyp besteht aus vier im Quadrat angeordneten LED-Modulen, die mit je acht Dioden ausgestattet sind. Die Lichtkegel können flexibel ausgerichtet werden, so dass eine an die jeweilige Umgebung angepasste Beleuchtung möglich ist. Montiert werden kann die Beleuchtungseinheit auf alle konventionellen Laternenmasten Vor dem Markteintritt Hellas und vor der Stadt Lippstadt haben bereits Bielefeld, Düsseldorf, Essen und Ludwigshafen beschlossen, LED-Leuchten anderer Hersteller zu testen. In Düsseldorf sind zwei Straßenzüge damit ausgerüstet worden. Das Fazit: Die Umstellung lohnt sich. shf



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