von Karsten Sander und Marc Daniel Schmelzer
Unternehmer aus unserer Region befinden sich bei der Suche nach einem fachlich versierten Firmenbegleiter in einer besonders komfortablen Situation, wie man beim Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e. V. mit Sitz in Bonn weiß. Der größte Unternehmensberater-Verband in Europa vertritt rund 13.000 Berater in 530 Mitgliedsfirmen, vom Ein-Mann-Büro bis zur weltweit operierenden Consulting-Gesellschaft. „In keinem anderen Bundesland ist die Beraterdichte, bezogen auf die Einwohnerzahl, vergleichbar hoch“, sagt Verbandssprecher Klaus Reiners. Unternehmensberatungsleistungen sind mittlerweile selbstverständlicher Bestandteil der arbeitsteiligen Wirtschaftswelt, so der Fachmann. Die Nachfrage seitens Industrie, Wirtschaft und Verwaltung sei in Deutschland seit dem Beginn der 1950er Jahre kontinuierlich gestiegen. Die wachsende Komplexität, die voranschreitende Globalisierung sowie die schnellen Veränderungsrhythmen spielen dabei eine entscheidende Rolle – und natürlich auch die aktuelle wirtschaftliche Lage. Leider zeige die Erfahrung aber auch, dass viele Unternehmen in einer Krisensituation erst spät, oder gar zu spät, professionelle Unterstützer mit ins Boot holen, so Reiners. Je mehr Zeit verstreiche, desto schwieriger werde es, die Weichen erfolgreich für die Zukunft zu stellen. Das haben vor allem kleine und mittelständische Betriebe frühzeitig erkannt. „Während viele Konzerne und Großunternehmen zu Beginn des Jahres zunächst wie in einer Schockstarre gefangen waren, ist der Mittelstand bereits frühzeitig aktiv geworden“, berichtet Klaus Reiners.
Mittelstand ist aktiv
Gerade in familiengeführten Unternehmen sei man einerseits zwar gewöhnt ,Entscheidungen selber und ohne externe Ratgeber zu treffen, andererseits sei das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Firma und ihren Angestellten hier aber auch besonders groß. „Das führt dazu, dass viele ihre mentalitätsbedingte Zurückhaltung gegenüber ‚fremden’ Experten überwunden und einen fachlich versierten Berater ins Unternehmen geholt haben, um für ihre Zukunft Sorge zu tragen“, sagt Reiners. Aktuell sei vor allem Unterstützung bei der internen Neuaufstellung vieler Betriebe gefordert – Modelle zur Kostenoptimierung und Restrukturierungsmaßnahmen stehen momentan im Vordergrund der Beratertätigkeit. In nächsten Schritten prüfe man die Entwicklung zusätzlicher Produkte sowie die Erschließung ergänzender Märkte und versuche, dafür Finanzierungsmöglichkeiten zu eröffnen. |