Während im hinteren Teil des Geländes zahlreiche Schaufelbagger, Radlader und Muldenkipper Tonnen an Erde und Sand hin und her bewegen, wird im vorderen Bereich des Grundstücks am Breitscheider Weg das nächste Kapitel in der erfolgreichen Ansiedlungschronik der Stadt Ratingen geschrieben. Anlass ist der offizielle Spatenstich zum Neubau der Hauptverwaltung mit Logistikzentrum des Werkzeugherstellers Makita. Das japanische Unternehmen, das weltweit in gut 100 Ländern mit Vertriebsniederlassungen präsent ist, wird seine Firmenzentrale in Duisburg-Großenbaum aufgeben und nach Ratingen-Lintorf verlegen. Rund 25 Millionen Euro investiert der Konzern in den Neubau. Ab 2011 werden die Elektrowerkzeuge, die in Werken in Japan, den USA, Kanada, Brasilien, Großbritannien und Deutschland hergestellt werden, von hier aus vertrieben.
Warum in die Ferne schweifen,…
Den Anstoß für die Umzugspläne hat der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens gegeben, das seit 1977 auf dem deutschen Markt agiert und in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben jeweils Wachstumsraten im zwei-stelligen Bereich verzeichnen konnte. Durch Sor-timentvergrößerung, Zugewinn von Marktanteilen und die Erweiterung des Mitarbeiterstamms war der Standort in Duisburg, seit 1990 Hauptsitz von Makita Deutschland, zu klein geworden. Nachdem man in der Ruhrgebietsstadt vergeblich nach einem alternativen Standort gesucht hatte, der auch zukünftiges Wachstum adäquat möglich gemacht hätte, wurde man in Ratingen mit tatkräftiger Unterstützung durch Bürgermeister Harald Birkenkamp und die städtische Wirtschaftsförderung um Reiner Heinz sehr schnell fündig. „In enger Zusammenarbeit mit dem Baudezernat konnten wir Makita sowohl bei der Vermittlung des Grundstücks als auch im Genehmigungsverfahren hilfreich zu Seite stehen, so dass die intensiven Verhandlungen im Januar 2009 mit der Vertragsunterzeichnung erfolgreich abgeschlossen werden konnten“, berichtet Wirtschaftsförderer Reiner Heinz. „Die Ratinger haben uns die Entscheidung für den neuen Standort mit ihrem unbürokratischen Verhalten sehr leicht gemacht“, sagt Klaus Weidemann, Prokurist des japanischen Konzerns.
…wenn die Perspektive doch so nahe liegt
Mit Rücksicht auf die Belegschaft – zwei Drittel der Beschäftigten kommen aus der Region – habe man nur in der unmittelbaren Duisburger Nachbarschaft nach einem neuen Standort gesucht, so Weidemann. Ziel sei es gewesen, auf das Know-how und die Erfahrung der Mitarbeiter nicht verzichten zu müssen, ohne unzumutbare Nachteile für das Personal zu verursachen. Auf dem rund 45.000 Quadratmeter großen Grundstück, das Teil eines ehemals vom Autohandel Gottfried Schultz genutzten Areals ist, werden etwa 17.000 Quadratmeter mit Lager- und Versandhallen bebaut. Direkt anschließend finden auf dem Gelände das zweigeschossige Verwaltungsgebäude und ein Schulungszentrum Platz. Unmittelbar neben der Verwaltung wird der Werkstattbereich errichtet. Die bautechnischen Planungen und statischen Berechnungen des Neubaus ermöglichen den weiteren Ausbau in Form eines zusätzlichen Stockwerks, sollte es in den großzügig bemessenen Räumen zukünftig wider Erwarten doch eng werden. Für die Versorgung mit Warmwasser und Heizwärme sorgt eine innovative Geothermie-Anlage, die unter den vorgesehen Parkplatzflächen installiert wird. Mit der Realisierung des Projekts wurde die japanische Firma Takenaka als Generalunternehmer beauftragt.
Büro des Bürgermeisters
Abteilung Wirtschaftsförderung Minoritenstr. 2-6, 40878 Ratingen www.ratingen.de
Abteilungsleiter Reiner Heinz Tel.: 02102/550-1070 reiner.heinz@ratingen.de
Bettina Löcker, Tel.: 02102/550-1071 bettina.loecker@ratingen.de
Manuela Naber, Tel.: 02102/550-1072 manuela.naber@ratingen.de
|