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Länderheft
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Der aktuelle Konjunkturausblick für den Mittelstand. Präsentiert von Deutsche Bank Research Kein Phoenix aus der Asche Der Sturm, der im letzten Jahr die Weltwirtschaft erfasste, hat sich deutlich abgeschwächt. Vertrauensindikatoren haben sich weltweit erholt und fast wieder Niveaus erreicht, die gesamtwirtschaftliches Wachstum signalisieren. Die Stimmung an den Finanzmärkten hat sich deutlich aufgehellt, die extreme Risikoscheu, die nach dem Lehman-Kollaps einsetzte, ist gewichen. In Deutschland hat sich das ifo-Geschäftsklima von seinem historischen Tiefstand im März kontinuierlich entfernt.
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Das Konsumentenvertrauen hat sich etwas überraschend ebenfalls verbessert. Aber auch bei den harten Daten wie Auftragseingang, Industrieproduktion und Export ist nach den dramatischen Einbrüchen im Winterhalbjahr zuletzt eine deutlichere Erholung zu verzeichnen. Zwar ist es für eine Entwarnung noch zu früh. Jedoch ist die Wirtschaft im zweiten Quartal mit 0,3% erstmals seit fünf Quartalen wieder gewachsen. Aber selbst wenn – wie von uns erwartet – die Wachstumskräfte in der zweiten Jahreshälfte stärker werden, wird das deutsche BIP in 2009 um rund 5,5% unter Vorjahresstand fallen und den mit Abstand stärksten Einbruch der Nachkriegsgeschichte verzeichnen.
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Die wirtschaftliche Erholung dürfte auch in 2010 eher moderat ausfallen. Belastungen vom Immobilienmarkt und eine anhaltende Konsumzurückhaltung der amerikanischen Konsumenten werden dazu führen, dass von der US-Wirtschaft nur geringe Impulse für die Weltwirtschaft ausgehen. Damit dürfte der deutsche Export nach seinem massiven Einbruch im laufenden Jahr auch in 2010 nur wenig wachsen. Die verhaltene globale Investitionsneigung dürfte Deutschland als wichtigen Kapitalgüterexporteur besonders treffen. Flexible Arbeitszeitmodelle und insbesondere aber die massive Ausweitung der Kurzarbeit haben die Anpassung am deutschen Arbeitsmarkt hinausgeschoben. Der dramatische Anstieg der industriellen Lohnstückkosten im Winterhalbjahr dürfte selbst bei anziehender Nachfrage zu erheblichen Entlassungen in den kommenden Monaten führen. Die Pkw-Zulassungen werden nach dem Ende der Abwrackprämie wieder niedriger ausfallen. Der Konsum dürfte damit in 2010 leicht schrumpfen. Das BIP insgesamt könnte mit 1% wieder leicht wachsen.
Stefan Schneider Chief International Economist Deutsche Bank Research / Frankfurt am Main www.dbresearch.de / marketing.dbr@db.com
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