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IHK Herbstumfrage
Zurück zur Normalität

Der Blick in die Zukunft lässt hoffen: Die ostwestfälische Wirtschaft mit ihren 2.375 Betrieben und 152.500 Beschäftigten scheint sich langsam wieder zu erholen – und das gilt laut Herbstumfrage der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld für alle Sektoren.


Sie präsentierten die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2009 für den Handel und die Dienstleister. Von links: IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff, Reinhold Prohaska, Vorsitzender des IHK-Dienstleisterausschusses, Simone Heuwinkel, Leiterin des Referats Handel und Dienstleistung, Reinhard Dieter Wolf, Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses, und Harald Grefe, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer

Von einem kräftigen Aufschwung können wir zwar noch nicht sprechen, aber die Unternehmen sehen auf niedrigerem Niveau wieder optimistischer in die Zukunft. Nach dem Absturz ist die Wirtschaft zurück auf dem Weg in die Normalität“, betonte IHK-Präsident Ortwin Goldbeck bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse für die Industrie. Der Konjunkturklimaindikator sei das erste Mal seit drei Jahren wieder angestiegen. In den Sektoren Industrie, Handel und Dienstleister liegen zwar die Werte noch unter der neutralen 100-Punkte-Linie, doch sei ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar.
Fast 40 Prozent der ostwestfälischen Industrieunternehmen bezeichnen ihre aktuelle Lage zwar als schlecht, 26 Prozent gehen jedoch von einer Verbesserung in naher Zukunft aus. „Dies ist ein Zeichen dafür, dass wir die schlimmste Phase wohl hinter uns haben“, so Goldbeck. IT-Dienstleister blicken optimistisch nach vorn. Ähnlich wie bei den Industrieunternehmen ist auch die Situation bei Dienstleistung und Handel zu werten. In diesen Segmenten haben sich 1.696 Unternehmen mit zusammen 58.550 Beschäftigten an der Befragung beteiligt: Das Ausmaß der Krise sei bei einigen Dienstleistungsbranchen erst mit Verzögerung jetzt voll angekommen, der Handel zeige sich hingegen erstaunlich robust, so IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff. Trotzdem sei die aktuelle Stimmung im Handel insgesamt gedämpft. Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage sei allerdings eine Erwartungssteigerung zu erkennen. Vor allem der Teil des Großhandels, der zum industrienahen Handel zählt, blicke optimistischer in die Zukunft als noch vor sechs Monaten. Bei IT-Dienstleistern, Werbewirtschaft, Unternehmensberatern und Arbeitnehmerüberlassungen überwögen die Optimisten, negative Einschätzungen kamen hingegen von der Immobilienwirtschaft und dem Verkehrsgewerbe. shf



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