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InnovationsDialog
Fortschritt durch Austausch

Mit dem 2. InnovationsDialog hat die InnovationsAllianz NRW erneut unter Beweis gestellt, dass die heimischen Hochschulen immer sensibler auf die Bedürfnisse von mittelständischen Firmen reagieren. Mehr als 350 Forscher und Manager waren Mitte Dezember der Einladung ins Rheinische Industriemuseum in Oberhausen gefolgt. Das Industriedenkmal wurde für einen Nachmittag zum größten Wissenstransfermarkt im Land.


Das Rheinische Industriemuseum in Oberhausen bot eine industriehistorische Kulisse

Von Esther Fernholz

Für die Anbahnung von Kontakten und das Anbieten von Ideen und Wissen war die Zinkfabrik Altenberg eine phantastische industriehistorische Kulisse. NRW-Forschungsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart äußerte sich bei seiner Begrüßung fast schon euphorisch über die Entwicklungen im Transferbereich der NRW-Hochschulen. „Gerade konnten wir mit der Universität Köln den 27. Beitrittskandidaten gewinnen“, berichtete die InnovationsAllianz-Vorsitzende Professorin Dr. Gisela Schäfer-Richter. Das Spektrum an Forschungskompetenzen für Innovationssuchende Praktiker wird damit weiter vergrößert. Das Publikum aus der Wirtschaft hörte es gern: „Der Innovationsdialog ist eine optimale Schnittstelle, die man als Unternehmer nutzen kann, um mit Forschenden in Kontakt zu treten“, konstatierte Sabine Matthiesen-Titze von der Düsseldorfer Integrata AG.

Dialog als Beginn

Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen suchen den Kontakt zu Forschenden. Einer, der die Chance erkannt hat, ist der Wuppertaler Hartwig Naploszek. Als Produktentwickler bei der Vorwerk Autotec GmbH nutzte er den InnovationsDialog „um einen Partner zu suchen, der für uns forscht.“ Bisherige Kooperationen mit der Bergischen Uni hätten positive Resultate gezeitigt, bilanzierte Naploszek. Doch längst nicht alle Mittelständler stünden den Universitäten so aufgeschlossen gegenüber, sagte der Dezernent für Forschungsförderung der Universität Bochum, Norbert Dohms. Gerade von Seiten der KMU spüre er nach wie vor eine gewisse Scheu. „Dabei kann eine Kooperation nur gewinnbringend sein“, ermutigte er potentielle Partner.


Kontakte aufbauen: Sabine Matthiesen-Titze (l.) und Professorin Gisela Schäfer-Richter von der InnovationsAllianz

InnovationsAllianz als Schaltstelle

Bestens vertraut mit dem Begriff der Innovation ist Christiane Hering, Geschäftsführende Gesellschafterin des Center for Geoinformation mit Sitz in Werne. Ziel der Geologen ist es, zukunftsfähige Ideen von Forschern aufzugreifen und weiter zu vermarkten. „Der InnovationsDialog bietet uns dazu die perfekte Plattform“, so das Fazit der Unternehmerin. Ohne die InnovationsAllianz wäre ihre Firma nicht da, wo sie heute sei. „Alleine hätten wir uns nicht so erfolgreich durch den Dschungel an Forschungsinstituten kämpfen können“, betonte Hering.

Hochschule als Innovationsmotor

Universitäten können nicht nur Innovationspartner für Unternehmen sein, sondern auch die Innovationskraft einer ganzen Region ankurbeln. Die strategische Entwicklung der Regionen, stand neben den Themen Energiewirtschaft, Biomedizin und Informationstechnologie auf der Agenda der verschiedenen Foren. Über die Bedeutung von Hochschulen als Standortfaktoren informierte Carsten Schröder von der FH Münster. „Mit einer strategischen Vernetzung von Universitäten, Politik, Unternehmen und Kommunen lassen sich die Umwälzungen, die in den kommenden Jahrzehnten auf uns zukommen, in Gewinne umwandeln“, so Professor Dr. Reiner Clement von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

InnovationsClub als Förderer

Die InnovationsAllianz, ein Zusammenschluss der NRW-Unis, wird aus Landesmitteln finanziert. Für die kommenden zwei Jahre haben zusätzlich sechs Unternehmen ihre finanzielle Unterstützung zugesagt und sich im InnovationsClub zusammengeschlossen. Gemeinsam schaffen sie die finanzielle Basis dafür, dass in NRW weiter die Innovationskraft vervielfacht und gebündelt werden kann.



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