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Länderheft
Düsseldorf Bergisches Land Köln - Bonn - Aachen
Kreis Mettmann Metropole Ruhr
Westfalen
Niederrhein
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Expedition NRW Ruhr reloaded Modernste Technologie trifft auf industrielles Erbe. Entlang der Ruhr verwächst Kreativität mit Bodenständigkeit und Arbeitseifer. Das Wirtschaftsblatt-Team hat auf seiner Expedition durch die Metropole Ruhr festgestellt: Der Pott ist voller Überraschungen. Von Esther Fernholz und Jan D. Walter. Fotos: Dirk Grobelny
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Das Expeditionsteam: Philipp Lombardi, Werner L. Kanthak und Michael Bahrke
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Durch Schneematsch kämpfen wir uns hinauf zum Gipfel der Halde Beckstraße in Bottrop. Auf dem 65 Meter hohen Plateau aus Kohleabbau-Gestein, das eine mondähnliche Kulisse bildet, liegt unser erstes Ziel. Der Tetraeder – eine 60 Meter hohe Stahlkonstruktion – eröffnet uns nach einem anstrengenden Aufstieg einen eindrucksvollen Panoramablick über das Ruhrgebiet. Wir befinden uns inmitten des drittgrößten Ballungsraumes Europas: 5,2 Millionen Menschen leben hier in 53 Städten, verteilt auf rund 4.400 Quadratkilometer Fläche. In einer Region, die geprägt ist durch ihre industrielle Tradition. 52 Monumente, die sich zur 400 Kilometer langen Route der Industriekultur vereinen, erinnern eindrucksvoll daran. Zwischen Dinslaken und Dortmund gibt es bundesweit die meisten Kultur-Spielstätten pro Quadratmeter, außerdem 250 Kulturfestivals, 120 Theater, 100 Kulturzentren und Konzertstätten, 1.000 Industriedenkmäler und 200 Museen, darunter das neue Ruhr-Museum auf Zeche Zollverein und das wieder eröffnete Museum Folkwang. Kein Zweifel, wir sind in der Kulturhauptstadt Europas. |
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Auf geschichtsträchtigem Boden
Über den Emscherschnellweg fahren wir nach Essen, in die Heimat des letzten verbliebenen Ruhrbarons, Berthold Beitz. Ihm hat ThyssenKrupp hier eine eigene Straße gewidmet: Der Berthold-Beitz-Boulevard erschließt den Krupp-Gürtel, ein 230 Hektar großes Areal, auf dem der Stahlriese noch in diesem Jahr seine neue Konzernzentrale eröffnen will. Damit kehrt das Unternehmen zurück an seine Geburtsstätte: Im 19. Jahrhundert entstanden an selber Stelle die Kruppschen Gussstahlwerke. Die Geschichte der Stadt Essen war seither eng mit der Entwicklung des Konzerns verbunden. Angegliedert an den im Bau befindlichen Cubus-förmigen Hauptsitz, entsteht auf dem Gelände auch die ThyssenKrupp Academy. „Hier entwickeln wir in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft einen neuen innenstadtnahen Stadtteil“, erklärt Dr. Martin Grimm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Immobiliensparte ThyssenKrupp Real Estate. Realisiert wird das Quartier von den Pariser Architekten Chaix & Morel, die als zentrales Element eine 210 Meter lange Wasserachse in das Konzept integriert haben.
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Alles am Fluss
Urbane Wasserlagen werden und wurden bereits an 17 Standorten im Revier erschlossen, berichtet uns die Sprecherin der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, Eva-Maria Kießler. Wie am Phoenix See in Dortmund oder im Gelsenkirchener Nordsternpark verlagert man das Wohnen, Leben und Arbeiten zunehmend an die Ufer des insgesamt 572 Kilometer langen Fluss- und Kanalnetzes. So entstehen schicke Bürostandorte, wie im Duisburger Innenhafen. Auch als Einkaufsstandort schärft das Revier sein Profil. Am Limbecker Platz in der Essener Innenstadt hat der Hamburger Projektentwickler ECE rund 300 Millionen Euro in eines der größten überdachten Einkaufscenter bundesweit investiert, mit dem CentrO steht in Oberhausen Europas größter überdachter Shoppingpalast, und in Duisburg eröffnete 2009 das Forum – mit mehr als 80 Händlern und Restaurants ein weiterer Anziehungspunkt für Besucher aus der ganzen Region.
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