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Frischer Wind aus Westen

Ratingen zieht an. Durch die Nähe zum Airport und der Autobahn A 52 stehen die Ortsteile West und Tiefenbroich bei Firmen hoch im Kurs. Um die Attraktivität dieser Quartiere weiter zu stärken, hat die Stadt jetzt erstmals Aktive aus allen Bereichen zu einer Standortkonferenz eingeladen.


Bürgermeister Harald Birkenkamp (r.) hatte zum Austausch eingeladen. An seiner Seite Wirtschaftsförderer Reiner Heinz

Die Referenzenliste ist lang und vielfältig: Konzerne wie Mitsubishi Electric, Vodafone oder die Amand-Unternehmensgruppe sind in Ratingens westlichen Ortsteilen ebenso zuhause wie der familiengeführte Maschinenbauer Tünkers und der Schenefelder Traditionsbetrieb Harry Brot. Aktuell hat die bisher in Willich ansässige LG Electronics Deutschland GmbH an der Berliner Straße sieben Büroetagen im „Business in West“ angemietet – unweit des Relexa Airport Hotels, das Geschäfts- und Messereisende aus aller Welt beherbergt.

Heiter bis leicht bewölkt

„Sicherlich gibt es überzeugende Argumente für die Immobilienstandorte West und Tiefenbroich. Aber es gibt auch noch Verbesserungspotential“, bekennt Ratingens Bürgermeister Harald Birkenkamp. Um Schwachstellen auszumachen, Aufgabenstellungen zu benennen und die Beteiligten miteinander ins Gespräch zu bringen, hatte die Stadt unter dem Titel „Tief im Westen” Immobilieneigentümer und Unternehmer in die Dumeklemmerhalle eingeladen.
Eine profunde Diskussionsgrundlage lieferte zum Auftakt der Bonner Stadtplaner und Projektentwickler Hermann Ulrich. Ihn hatte die Stadt mit einer Bestandanalyse der betreffenden Gebiete beauftragt. „Namhafte Unternehmen sind hier angesiedelt, es handelt sich um Quartiere mit viel Engagement und Bewegung – man merkt, hier entstehen nicht nur Excel-Tabellen”, so sein positives Fazit. Eine intensive Befragung von Beschäftigten und Eigentümern habe jedoch ein differenzierteres Bild ergeben. Der Grund, weshalb trotz guter Grundvoraussetzungen in den Ortsteilen Leerstände zu verzeichnen sind, liegt scheinbar in einer Ansammlung von eigentlich alltäglichen Details: Viele der befragten Arbeitnehmer wünschten sich ein breiteres Angebot in der Nahversorgung – beginnend bei einem Bäcker oder Lebensmittelladen bis hin zu einer Reinigung. Ein weiterer Kritikpunkt war die unzureichende Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.


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